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Lebensmittelexport „Made in Germany“ nach China boomt

Der Run der chinesischen Kunden auf Spezialitäten aus Deutschland ist ungebrochen. So stiegen die wertmäßigen Exporte nach China nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 um 62,4% auf 254,1 Mio. Euro. Spitzenreiter dabei sind sowohl im Gesamtwert (169,5 Mio. Euro) als auch im wertmäßigen Zuwachs (+78,8%) die Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, allen voran Fleisch und Fleischwaren (+98,7% auf 110,4 Mio. Euro) und Molkereiprodukte (+52,5% auf 49,1 Mio. Euro).

Dies bestätigt auch das große Interesse chinesischer Kunden an den deutschen Ausstellern auf der diesjährigen Fachmesse SIAL China, die vom 05.-07.05.2016 in Shanghai stattfand. Die deutschen Aussteller verzeichneten einen rekordverdächtigen Andrang.

Wirtschaftsfinanziert und mit Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank hat die GEFA ihre Gemeinschaftsbeteiligung bei der SIAL China auf fast 350 m² in drei Fachbereichen erweitert: Vertreten waren Aussteller der Produktbereiche Fleisch und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Bier, Fruchtsaft und weitere Warengruppen. Der Sprecher der GEFA und Generalbevollmächtigte der PÖTTINGER Deutschland GmbH, Dr. Franz-Georg von Busse, zeigt sich von der positiven Entwicklung beeindruckt: „Mit unserer nunmehr vierten Beteiligung auf einer der wichtigsten Lebensmittelmessen in Asien konnten wir unseren Mitgliedern erneut eine starke Plattform für ihren Markteinstieg bzw. für den Ausbau ihres China-Geschäftes bieten.“

Eine ähnlich gute Resonanz verzeichneten die 13 Aussteller der GEFA auf der Fachmesse SEOUL Food & Hotel vom 10.-13.05.2016 in Südkorea. Auch auf dieser Ausstellung knüpften die deutschen Aussteller sehr gute und teils vielversprechende Kontakte.

„Als Teilnehmer an beiden Gemeinschaftsausstellungen der GEFA kann ich das große Interesse von Facheinkäufern und Importeuren an unseren Produkten bestätigen. In beiden Ländern spielt das hohe Qualitätsniveau unserer Erzeugnisse eine sehr große Rolle. Speziell in China legt man angesichts zunehmender Verunsicherung von Verbrauchern in Sachen Lebensmittelsicherheit sehr großen Wert auf die hohen Sicherheitsstandards von deutschen Produkten“, ergänzt Peter Weishaupt, Exportleiter der Haus Rabenhorst o.Lauffs GmbH & Co KG.

Begleitet wurden beide Fachmessebeteiligungen durch Informationsveranstaltungen und Kontaktbörsen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dazu wurden führende Wirtschaftsverbände, aber auch Importeure und Handelspartner sowie Pressevertreter der Regionen Shanghai und Seoul eingeladen. „Diese wichtige Unterstützung durch unser Bundesministerium hat uns und unseren Ausstellern zusätzliche Möglichkeiten geboten, die hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards deutscher Lebensmittel herauszustellen sowie im Rahmen der Kontaktbörse neue Produkte am Markt zu präsentieren. Für diese messebegleitende Unterstützung sind wir dem BMEL sehr dankbar.“, sagt Willi Meier, stellvertretender Sprecher der GEFA und Prokurist des Lübecker Traditionsunternehmens Niederegger.